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  • Lea

Ein uralter Eiweißbooster: die Kichererbse

Aktualisiert: 10. Nov. 2021


Die Kichererbse erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit! Und das zurecht - warum die Hülsenfrucht immer beliebter wird und welche gesunden Inhaltsstoffe sich dahinter verbergen, erfährst du in folgendem Blogbeitrag:

Die „Cicer arietinum“ alias Kichererbse, gehört zu den Hülsenfrüchten und ist eine uralte Nutzpflanze. Ursprünglich wurde die Pflanze in Subtropengebieten angebaut. Im Jahr 2019 wurden weltweit 14.246,3 Tonnen geerntet, damit rund 3,5-mal so viel wie im Jahr 2010. Auch aufgrund der steigenden Nachfrage wird die Pflanze heute in Deutschland angebaut, unter anderem aufgrund der Vorteile im Anbau der Pflanze. Die Kichererbse ist eine stickstoffsammelnde Hülsenfrucht (Leguminose) und kann in der Fruchtfolge z.B. die Futtererbsen und Ackerbohnen ersetzen, denn durch die klimatischen Veränderungen suchen mehr und mehr LandwirtInnen nach alternativen Pflanzen, welche eine gewisse Trockenheitsresistenz aufweisen. Derzeit ist Indien der Hauptproduzent, gefolgt von Australien und Myanmar.


Aus was besteht die Kichererbse?


Die Kichererbse ist mit ca. 20 % eine hervorragende Eiweißquelle. Außerdem enthält sie 40 % Kohlenhydrate, 12 % Ballaststoffe, Vitamin B1, B6 und Folsäure. Um die Frucht vertreiben zu können, wird sie nach der Ernte von der Schote befreit und getrocknet. Vor dem Verzehr wird sie kalt eingeweicht und gekocht. In rohen Kichererbsen ist ein unverdaulicher Giftstoff mit dem Namen Phasin enthalten, dieser wird durch die Hitze zersetzt.

Was wird aus Kichererbsen hergestellt?


Im Nahen Osten und Nordafrika ist die Herstellung der Falafel weitverbreitet. In der orientalischen Küche wird aus Kichererbsen Hummus hergestellt, eine Paste aus Kichererbsen und Sesam. Das sogenannte Pakoras, Gemüse im Kichererbsenteig, ist in Indien eine gern gesehene Zwischenmahlzeit.


Wie nachhaltig ist der Anbau von Kichererbsen?


Für eine Menge von 1000g gekochten Kichererbsen (500g trockene Kichererbsen) wird eine Ackerfläche von 5,3 m² benötigt, Salami benötigt im Vergleich eine Fläche von 9 m² für 1000 g. Aus dieser Menge Kichererbsen können – unter Zugabe von Zwiebeln, Sonnenblumenöl, Knoblauch und wahlweise Tahin und Petersilie – 50 Falafel Bällchen hergestellt werden.


Der CO2-Fußabdruck für ein Kilogramm Kichererbsen aus der Dose beträgt 1,3 Kilogramm CO2-Äquivalente. Bei der Berechnung werden dabei insbesondere die unterschiedliche Anbaumethoden, saisonale bzw. nicht-saisonale Produktion, Import aus bestimmten Ländern bzw. Eigenproduktion, unterschiedliche Verpackungsformen sowie Frischware im Vergleich zu Tiefkühlware berücksichtigt.


Können Kichererbsen auch in Deutschland wachsen?


Im Norden Baden-Württembergs im Raum Neckar-Odenwald und Schwäbisch Hall gibt es einige Betriebe die Kichererbsen anbauen.


In einem kleinen Ort Angeltürn, das geografisch in einem Umpfer-Seitental nahe der Stadt Boxberg liegt, werden Kichererbsen angebaut. Die Produkte können auch online erworben werden.




Quellen:

Bildquelle:

unsplash


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