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  • Franz

Die beliebtesten Meeresfrüchte: die Garnelen


Garnelen gehören nicht nur in Deutschland zu den beliebtesten Meeresfrüchten (IBIS World, 2021). In den USA betrug der kumulierte Konsum im Jahr 2013 umgerechnet bereits über 450 Tausend Tonnen (PCC, 2013). Ob es Nachhaltigkeit in der Garnelenfischerei geben kann und ob es womöglich Alternativen gibt, erfährst du in diesem Blogbeitrag:



Wie nachhaltig ist die Zucht von Garnelen?


Heute werden in Amerika so viele Shrimps wie nie zuvor gegessen (NYT, 2019). Der Großteil wird aus Asien und Lateinamerika importiert, was sich negativ auf den CO2-Abdruck dieser Lebensmittel auswirkt. In Deutschland beträgt der CO2-Fußabdruck der gefrorenen Garnelen, ausgedrückt als CO2-Äquivalente in Kilogramm je Kilogramm Lebensmittel, 12,5 (Reinhardt et al., 2019). Bereits für den Fang einer Tonne Garnelen werden 2.923 Liter Diesel verbraucht (Biorama, 2014). Damit sind Garnelen die unrühmliche Nummer eins in der Fischindustrie.


Bildquelle: https://biorama.eu/wp-content/uploads/2014/07/BIORAMA_shareable_fisch.png

Es besteht ein Missverhältnis zwischen Treibstoffverbrauch und gefangener Menge. Während Garnelen nur ca. sechs Prozent des weltweiten Meerestierfangs ausmachen, sind sie für über ein Fünftel der CO2-Emissionen innerhalb der Fischindustrie verantwortlich (Ökolandbau.de, 2021). Zudem sind die Meere überfischt und die Umwelt wird durch die Fangmethoden stark belastet. Schleppnetze zerstören beispielsweise den Meeresboden.


Ein weiteres Problem in der Wildgarnelenfischerei ist der Beifang, welcher abgewogen von einem bis über fünf Kilogramm pro 500 Gramm gefangener Garnelen betragen kann (NYT, 2019). Auch konventionelle Aquakulturen belasten die Umwelt und sind nicht nachhaltig.



Welche Alternativen gibt es neben den handelsüblichen Garnelen?


Eine Alternative für einen nachhaltigeren Konsum sind Bio-Garnelenzuchten. Typische Arten dafür sind Black Tiger oder Weißfußgarnelen. Laut der EU-Bio-Verordnung dürfen ausschließlich naturnah gestaltete Teiche verwendet werden. Der Öko-Verband Naturland sieht maximale Erntemengen von 1600 Kilogramm pro Hektar vor, was 15 Garnelen pro Quadratmeter entspricht (Ökolandbau.de, 2021). Durch geringe Besatzdichten kann die Umwelt geschützt werden. Zudem ist nur die natürliche Nachzucht gestattet. Auf Grund der naturnahen Zucht der Garnelen wird ein Antibiotikaeinsatz überflüssig und verboten. Man sollte vermehrt auf lokale Aquakulturen zurückgreifen, um so dem umweltbelastenden Weltkonsum von Garnelen entgegenwirken zu können.




Quellen:

IBIS World (2021): Pro-Kopf-Konsum von Fisch und Meeresfrüchten. Online im Internet: https://www.ibisworld.com/de/bed/pro-kopf-konsum-fisch-meeresfruechten/485/, Abfrage vom 28.10.2021

New York Times (2019): What Are We Supposed to Think About Shrimp? Online im Internet: https://www.nytimes.com/2019/10/15/dining/shrimp-sourcing-united-states.html, Abfrage vom 28.10.2021

PCC (2013): WHAT SHRIMP IS SUSTAINABLE? Online im Internet: https://www.pccmarkets.com/sound-consumer/2013-06/sustainable_shrimp/, Abfrage vom 28.10.2021

Reinhardt et al. (2019): Ökologischer Fußabdruck von Fleisch, Fisch und Fleischalternativen in Deutschland im Jahr 2019. Veröffentlicht durch das Ifeu, Heidelberg

Ökolandbau.de (2021): Garnelen aus zertifizierter Herkunft. Online im Internet: https://www.oekolandbau.de/bio-im-alltag/einkaufen-und-kochen/produktinfos/lebensmittel/beim-garnelenkauf-auf-das-siegel-achten/, Abfrage vom 28.10.2021


Bildquelle:

wix


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