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  • Anna

Leckeres Superfood, aber problematisch im Anbau: die Ananas


Die Ananas gehört zu den Bromeliengewächsen. Es gibt eine große Vielzahl unterschiedlicher Sorten - im Handel wird allerdings nur eine Handvoll davon verkauft. Wieso die Ananas zum Superfood zählt und was ihren Anbau kritisch macht, erfährst du in folgendem Blogbeitrag:



Betrachten wir den ökologischen Fußabdruck von Ananas, ist dieser sehr problematisch. Die meisten in Deutschland verkauften Ananas, werden mit dem Flugzeug aus ihren Anbauländern, vor allem den Tropen, wie Südafrika, Australien, aber auch den Azoren, nach Deutschland geflogen. Der CO2-Fußabdruck von 1 kg Ananas liegt dann bei 15,1 kg. Als Vergleich: auf 15,1 kg CO2-Äquivalenz kommen wir nur, wenn wir 15 kg Orangen oder 75 kg Pfirsiche konsumieren.

Ananas

CO2-Fußabdruck

[kg CO2-Äq. / kg Lebensmittel]

frisch, gemäß realem Transport-Durchschnitt

0,9

per Schiff

0,6

per Flugzeug

15,1

Dose

1,8


Wie wird die Ananas angebaut?


Was den Boden betrifft, ist die Ananas nicht sonderlich penibel. Jedoch wird häufig mit mineralischem Dünger nachgeholfen, um eine für den Handel verkäufliche Frucht zu erhalten. Die eingesetzten Düngemittel entsprechen zwar den Vorschriften des Landes, für die Gesundheit der Mitarbeiter stellen diese aber eine Katastrophe dar.


Ein weiteres großes Problem stellt die Abholzung des Regenwaldes, unter anderem durch riesige Konzerne wie Dole und Del Monte, für den großflächigen Anbau von Ananas dar. Hinzu kommt, dass diese anschließend in riesigen Monokulturen angebaut werden. Um Unkraut und Schädlinge im Rahmen zu halten, müssen dafür jede Menge Herbizide und Pestizide versprüht werden. Da die gesetzlichen Mindestabstände zu Gewässern nur selten eingehalten werden, gelangen diese durch die tropischen Regengüsse in benachbarte Bäche und Flüsse.

Welche Alternative gibt es zur handelsüblichen Ananas?


Vielleicht stellst du dir jetzt die Frage: Sind Bio- oder Fairtrade-Ananas eine Alternative?

Es klingt nach einer einfachen Lösung und tatsächlich: ja, es ist besser. Dabei wird Organischer statt mineralischer Dünger verwendet, gefährliche, synthetische Pflanzenschutzmittel kommen dabei nicht zum Einsatz. Dadurch verringert sich der ökologische Fußabdruck um 20 Prozent. Aber auch diese werden häufig auf Monokulturen angebaut und wachsen neben konventionellen Plantagen, wodurch die Pestizide den Mitarbeitern schaden.


Und nun eine Empfehlung zum Schluss: du kannst deine Ananas auch ganz einfach selber züchten: Eine spannende Anleitung findet ihr hier.



Quellen:

Bildquelle:

unsplash


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