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  • Benedikt

Ein ökologischer Hufabdruck: die Ziegenmilch


Als gesündere und verträglichere Alternative zur klassischen Kuhmilch wird oftmals Ziegenmilch gehandelt. Aber stimmt das überhaupt und wie steht es um den ökologischen Fußabdruck, oder hier besser Hufabdruck, der Milch der gehörnten Vierbeiner? All das und noch viele weitere Infos rund um Ziegenmilch findest du in folgendem Blogbeitrag:



Welche Inhaltsstoffe hat die Ziegenmilch?


Die Nährwerte von Ziegenmilch unterscheiden sich grundsätzlich nicht besonders stark von denen der Kuhmilch. Vergleichsweise enthält Ziegenmilch jedoch kaum Vitamin B12 und Folsäure. Allerdings weist sie eine etwas andere Fett- und Eiweißstruktur auf, wodurch sie tatsächlich leichter verdaulich ist als Kuhmilch. Ziegenmilch enthält aber genau wie Kuhmilch Laktose, weshalb Sie für Menschen mit einer Laktoseintoleranz ebenfalls eher ungeeignet ist. Es kommt jedoch vor, dass Personen zwar Kuhmilch nicht vertragen, ihnen Ziegenmilch aber etwas besser bekommt. Da dies aber individuell unterschiedlich ist, kann keine pauschale Aussage getroffen werden und betroffene Personen sollten die Verträglichkeit mit kleinen Mengen selbst testen.


Wie nachhaltig ist der Konsum von Ziegenmilch?


Der Ziegen- und Schaffleischkonsum der Menschen in Deutschland liegt seit 2009 konstant bei 0,6 bis 0,7 kg pro Jahr pro Person und auch der Pro-Kopf-Konsum von Ziegenmilch in Deutschland liegt seit 2010 konstant bei 0,2 kg pro Jahr. Hier lassen sich also keine nationalen Veränderungen der Konsummengen in den vergangenen 10 Jahren feststellen.


Nun aber zu der ökologischen Bilanz von Ziegenmilch: 100 ml verbrauchen etwa 0,1 m² Ackerfläche. Dies entspricht 2% der täglich zur Verfügung stehenden Ackerfläche pro Person von 4,2 m². Warum 4,2 m²? Aktuell leben etwa 7,5 Milliarden Menschen auf der Erde, welche sich rund 1,5 Milliarden Hektar Ackerland teilen. So bleiben 2000 m² Acker für eine Person, auf der alles, was in einem Jahr verbraucht wird, wachsen muss. Heruntergerechnet auf 365 Tage im Jahr bleiben somit 5,5 m2 pro Person pro Tag. Abzüglich Energie, Textilien usw. bleiben dann nur noch in etwa 4,2 m² Ackerfläche für die Ernährung übrig. Hinsichtlich der CO2-Äquivalente werden pro 100 ml Ziegenmilch rund 120 g ausgestoßen.


FAZIT?



Quellen:

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Abteilung III-6, Stubenring 12, 1010 Wien (Hrsg.) (2009): Schaf- und Ziegenmilchproduktion in Österreich und Europa. Online im Internet, https://www.oebsz.at/fileadmin/user_upload/schaf-_und_ziegenmilch.pdf vom o. D., Abfrage v. 28.10.2021

NAHhaft e.V. (Hrsg.) (o. J.): KlimaTeller App. Online im Internet, https://www.klimateller.de/klimateller-app/ vom o. D., Abfrage v. 28.10.2021

Statista GmbH (Hrsg.) (2021): Pro-Kopf-Konsum von Ziegen- und Schaffleisch in Deutschland in den Jahren 1991 bis 2020. Online im Internet, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/177483/umfrage/pro-kopf-verbrauch-von-ziegen-und-schaffleisch-in-deutschland/ vom März 2021, Abfrage v. 28.10.2021

Statista GmbH (Hrsg.) (2021): Pro-Kopf-Konsum von Ziegenmilch in Deutschland in den Jahren 1950 bis 2019. Online im Internet, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/177388/umfrage/pro-kopf-verbrauch-von-ziegenmilch-in-deutschland-seit-1935/ vom o. D., Abfrage vom 28.10.2021

Tessel, Kira (2020): Ziegenmilch. Online im Internet, https://eatsmarter.de/lexikon/warenkunde/milchprodukte/ziegenmilch vom 10.12.2020, Abfrage v. 28.10.2021

Zukunftsstiftung Landwirtschaft (Hrsg.) (o. J.): MYM2 | Der Flächenrechner. Online im Internet, https://www.2000m2.eu/de/mym2/ vom o. D., Abfrage v. 28.10.2021



Bildquelle:

unsplash


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